Um Industrie und Handel in der Grafschaft Schaumburg zu beleben, wurden unter hessischer Herrschaft im 18. Jahrhundert in Exten 4 Eisenhämmer angelegt. Um diese Zeit waren die hessischen Landgrafen bemüht, in der rein argraischen Grafschaft eine Industrie aufzubauen und Exten zum Zentrum dieser Industrie zu machen.

Die ersten beiden Eisenhämmer entstanden 1745 in dem Engtal der Exter zwischen Taubenberg und Kehl.

"Johann Henrich Cronenburg" und "Johann Henrich Kohlstadt" aus dem Bergischen hatten am 12. März 1745 in Kassel die Erlaubnis zum Bau des ersten Eisenhammers beantragt. Schon am 27. März 1745 wurde dem Ersuchen unter Auflagen stattgegeben. Die beiden Schmiede wurden außerdem mit allerlei Privilegien und Rechten ausgestattet. Am 29. Mai 1762 wurde die Privilegierung erneuert. Dort wird bereits von 2 Exter Eisenhämmern gesprochen. Die schreibweise der Besitzer ändert sich darin auf "Johann Heinrich Kronenberg" und "Johann Heinrich Kohlstadt". Kronenberg baute den oberen der beiden "Oberen Eisenhämmer" Kohlstadt den unteren der beiden "Oberen Eisenhämmer"

Unter der Anleitung von den Schmieden aus dem Bergischen und aus Oberschlesien erlernten die Extener das Handwerk des ExtenBlankschmiedes. Bald schon waren die Extener in der Lage ohne fremde Meister auszukommen. Die Stahlindustrie in den Extener "Eisenfabriquen" brachte Exten Wohlstand und Arbeit. In der ExtenHauptsache wurden zunächst Strohmesser, Sensen, Spaten und Schaufeln, später auch Äxte und Beile hergestellt. Weil derartige Werkzeuge im niedersächsischen Raum sonst nicht produziert wurden, wurden Extener Stahlwaren in ganz Nordwestdeutschland verkauft. Zum größten Teil kam das Rohmaterial für die Produktion aus Peine, die Schleifsteine aus Süddeutschland.

ExtenHeute ist von den zwei "Oberen Hämmern" nur der Wille'sche noch vorhanden. Der Hammer wurde damals von Kronenberg an "Johann Heinrich Schulze", der die Witwe des "Johann Heinrich Kronenberg" heiratete, und den Stiefsohn "Friedrich August Kronenberg" vererbt. Später wurde der Hammer an Wille vererbt.

Der untere der beiden Hämmer wurde von Kohlstadt an Johann Heinrich Kronenberg, dann an Johann Friedrich Kronenberg vererbt.

Etwa 1953 wurde der letze alte Hammer aus dem Gebäude entfernt. Ab damals wurden mit moderneren Maschinen etwa 70-80 Spaten am Tag hergestellt.

Auf dem Gebäude steht "erbaut 1783", vermutlich stammt diese Inschrift von einer Erweiterung.

 

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